Australien, Ende des 19. Jahrhunderts:


Frederick Matthias Alexander, ein Shakespeare-Darsteller, steht auf der Bühne und bemerkt, wie seine Stimme heiser wird. Angst befällt ihn. Hoffentlich kann er das Stück noch beenden, bevor er seine Stimme wieder ganz verliert. Er denkt an all die medizinischen Behandlungen und Stimmübungen, die ihm leider nur vorübergehend Erleichterung verschafften. Sein Entschluss steht fest: Er wird versuchen das Problem selbst zu lösen!

Viele Jahre verbringt er mit äußerst genauen Selbstbeobachtungen. Dann macht er eine Entdeckung: Seine Heiserkeit ist kein isoliertes Problem. Es ist lediglich ein Aspekt eines komplexen Musters mangelhafter Funktionen seines Körpers. Er gewinnt die Überzeugung, dass die Art und Weise, wie er mit sich selbst umgeht, in hohem Maße nicht nur seine Stimme, sondern alle körperlichen Funktionen beeinflusst. Eine Schlüsselrolle seiner Technik spielt dabei der Nacken! Ist die Relation Kopf, Nacken und Rumpf in einem guten Zustand, konnte er vom guten Funktionieren des gesamten Körpers ausgehen. Er gab deshalb dieser Relation den Namen Primärkontrolle!

Er entdeckte eine Methode mit der die
natürlichen Stützfunktionen unseres Körpers über die Primärkontrolle nutzbar gemacht werden können. Jede Bewegung und Handlung baut auf der Grundlage dieser Stützfunktionen auf, die auch als Antischwerkraftsystem oder Supportsystem bezeichnet werden. Er war damit im Besitz einer Methode, deren Einsatz sich auf nahezu alle Handlungen positiv auswirkt. Sie verbessert insbesondere die innere „Haltung“ und alle damit zusammenhängenden Themenbereiche, wie Entspannung und Kommunikation sowie die Vermeidung gesundheitlicher Störungen, die auf Haltungsschwäche basieren.

Kern seiner Methode ist eine besondere Art des Denkens und Wahrnehmens. Mit ihr war es ihm möglich, steuernd auf das Supportsystem einzuwirken, das, wie wir heute wissen, ein
neurokybernetisches System ist.

Darüber hinaus lässt sich die Technik aber auch in allen Bereichen des
Selbstmanagements mit Erfolg einsetzen.

Alexander entwickelte seine Technik, zunächst als Geheimtip für
Musiker und Schauspieler inzwischen gewinnt sie aber auch im normalen Alltag zunehmend an Bedeutung.

In
Deutschland ist das Potenzial der Alexander-Technik noch nicht wirklich gehoben worden. In den USA hingegen und vielen anderen Ländern, wie England und Israel hat man die erstaunlich positiven Wirkungen - nicht nur bei Musikern und Schauspielern - sondern vor allem auch im Spitzensport und Management bereits erkannt. So wird sie in Israel zum Beispiel in die Ausbildung von Berufspiloten integriert.

Auch immer mehr
wissenschaftliche Erkenntnisse untermauern die Ideen und Techniken von F.M. Alexander (Siehe ATVD), die von Anfang an Unterstützung von namhaften Persöhnlichkeiten erfährt:

So formulierte
Professor John Dewey(Pädagoge und Philosoph):" Der Zustand, in dem sich die Welt zur Zeit befindet, zeigt ganz klar, dass die Kontrolle, die wir über physikalische Energien, Hitze, Licht, Elektrizität usw. erlangt haben, ohne zuerst die Kontrolle über uns selbst sichergestellt zu haben, eine gefährliche Angelegenheit geworden ist. Wenn eine Technik entwickelt werden kann, die es dem Einzelnen ermöglicht, mit sich selbst richtig umzugehen, dann wäre der Faktor, von dem der endgültige Gebrauch aller anderen Energieformen abhängt, unter Kontrolle gebracht. Herr Alexander hat diese Technik entwickelt."

Tony Buzan, Erfinder der "mind maps" schreibt: " Die Alexander-Technik hat mein Leben verändert. Sie ist das Werk eines anerkannten Genies. Ich würde sie jedem empfehlen."

Dr. Bent Ostergaard, Kardiologe an der Universität Aarhaus, Dänemark: " Die Alexander-Technik ist eine realistische Alternative zu Beta-Blockern, um den durch Stress bedingten Bluthochdruck kontrollieren zu können."

Nikolaas Tinbergen äußerte in seiner Dankesrede zum Nobelpreis 1973 aus eigener Erfahrung folgendes:" Wir stellen mit wachsendem Erstaunen äußerst überzeugende Verbesserungen in verschiedensten Bereichen fest, nämlich bei Bluthochdruck, Atmung, Schlaftiefe, allgemeiner Stimmungsverbesserung, geistiger Wachsamkeit, Widerstandskraft gegen äußere Belastungen und selbst einer so verfeinerten Fähigkeit wie der, ein Saiteninstrument zu spielen."

Zu den bekannten Alexanderschülern gehören:
Aldous Huxley, George Bernad Shaw, Paul MacCartney, Sting, Yehudi Menuhin, Kevin Kline, Robin Williams, William Hurt, John Cleese, Paul Newmann, Keanu Reeves, Leonardo DiCaprio und Halle Berry.

Alexander-Technik - Körpersprache made in Hollywood

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